zu "BERLIN ECKE VOLKSBÜHNE"

Es ist eine große Idee, diesem Platz einen Dokumentarfilm zu widmen, dessen Biografie auch die Biografie dieses Landes ist.
Zumal einen Dokumentarfilm, der es versteht, die Aufnahmen
und die Zeitzeugeninterviews so zusammen zu stellen, dass man
vom Fluss der Ereignisse mitgerissen wird - ganz so, wie es
den Menschen hier immer schon erging.
Frankfurter Rundschau, 3.8.2005

Britta Wauer, die für ihre Geschichtsdokumentationen unter
anderem mit einem Grimme-Preis gewürdigt wurde, hat eine
solide Arbeit abgeliefert. Hundert Jahre deutsche Geschichte
werden elegant montiert und Filmaufnahmen und Erinnerungen
mit viel Liebe verzahnt.
Berliner Zeitung, 3.8.2005

Wauer, das wird in dem aufwändig recherchierten Film schnell klar,
ist keine Anfängerin. Die Grimme-Preisträgerin liefert mit ihrem
dritten Dokumentarfilm eine gelungene Collage aus Interviews mit
Anwohnern, Archivaufnahmen, Tondokumenten und aktuellen Beobachtungen.
taz - Die Tageszeitung, 3.8.2005


zu "DIE RAPOPORTS - Unsere drei Leben"

Die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat die Rapoports
zu einem bemerkenswerten Paar gemacht, das die Autorinnen
Sissi Hüetlin und Britta Wauer in ihrer feinfühligen Doku
merklich bewundern. „Die Rapoports ­ unsere drei Leben“
funktioniert auf dieser emotionalen Ebene ebenso gut wie auf
der dokumentarischen: sinnvoll dosiertes, historisches Bildmaterial
und Interviews mit Zeitzeugen und den Kindern runden
das knapp einstündige Porträt ab.
Tagesspiegel Ticket, 15.4.2004

Die Filmemacherinnen präsentieren die Erzählungen
des eindrucksvollen Paars mit spürbarer Begeisterung
und viel zeitgeschichtlichem Bildmaterial
- eine abenteuerliche, aberwitzige Lebensgeschichte.
Der Spiegel 7/2004

Der Film über den harmonischen Einklang zweier politisch
widersprüchlicher Leben hinterlässt den Zuschauer nicht als
Bürokraten seiner vorgefestigten Ansicht über Geschichte
und Politik. Liebevoll und zurückhaltend, ganz im Dienst der
dargestellten Personen, lässt er die ekstatische Mitgift
des Lebens und der Umstände spüren. Virtuos verwebt er das
historische Material mit der Gegenwart, die Urteile der
Zeitzeugen und Kinder mit dem Selbstbild der Rapoports.
Unaufdringlich und sensibel setzt er den Charme seiner
Protagonisten frei, gibt er nicht nur das Sichtbare wieder,
sondern macht sichtbar.
Adolf Grimme Preis 2005, Begründung der Jury


zu "HELDENTOD - Der Tunnel und die Lüge"

In ihrer hervorragend recherchierten und spannend wie ein Krimi
aufgebauten Dokumentation „Heldentod“ erzählt Britta Wauer
die bis in die heutige Gegenwart reichende Geschichte einer Flucht.
Die Flucht ist minuziös rekonstruiert vom Kamera-Virtuose
Thomas Mauch: Der veröffentlichte hier erstmals nach 37 Jahren
sein Film-Material von der Flucht. Diese für sich schon
spektakulären Bilder sind aber nur eine Fußnote in Britta Wauers
vielschichtiger Dokumentation.
Frankfurter Rundschau, 8.8.2001

Für ihren ZDF-Film erzwang sich die Autorin mit drei Anwälten
Einsicht in bisher unveröffentlichte Akten der Gauck-Behörde.
Wauers Film ist auch sonst eine Sensation.
TV aktuell 17/2001

Eine große Sorgfalt und Konsequenz in der Argumentation
zeichnet den Film aus. Wauer verurteilt nicht,
sie urteilt; das Verurteilen übernehmen Zeitzeugen.
Süddeutsche Zeitung, 8.8.2001

Das Ergebnis ist ein bemerkenswerter wie lehrreicher Film
über ein Kapitel „Mauer“-Geschichte, das stimmungsvoll
und ohne überflüssigen Kommentar ins Bild gesetzt wird.
Die 26-jährige Autorin überrascht mit dieser Arbeit
(zugleich ihr Vordiplomsfilm an der DFFB) positiv durch
einen erstaunlich stilsicheren Umgang mit Thema und Material.
Funkkorrespondenz 33/2001